• RC Winterthur vs RC Würenlos – 5:13

    25.10.2014 in Winterthur

    Gänsehaut und leichtes Schaudern erfasste die durchtrainierten Körper der Würenloser Rugbyspieler, als sie an diesem Samstag die Katakomben des Stadions Deutweg beschritten. Vor 1.5 Jahren waren viele von ihnen an diesem Schauplatz sportlich ganz am Boden. Erschüttert und masslos enttäuscht, manche mit Tränen in den Augen, ob dieser Niederlage, welche mit dem Abstieg in die Nationalliga C gleichgesetzt war. Man kann Rückblickend wohl sagen, der Verein hat damals einen Schritt zurück aber gleich im Anschluss weite Sprünge nach vorn gemacht. Nach einer legendären Triumph-Saison in der NLC steht der RCW nun erstmals mit zwei Mannschaften da, das Fanion Team bewährt sich in der Nationalliga B und die Juniorenabteilung wächst und gedeiht.

    Nun galt es aber erstmal dieses so wichtige Spiel gegen Winterthur zu bestreiten. Die Affiche ist klar, Winterthur ist schlecht in die Saison gestartet, konnte aber zuletzt Mitfavorit Neuchatel besiegen. Würenlos benötigt dringend Punkte gegen den Direktkonkurrenten um sich im Mittelfeld zu etablieren und Abstand auf die hintere Tabellenhälfte zu gewinnen.

    Die Gäste aus dem Aargau starteten stark ins Spiel, man konnte Winterthur in ihrer eigenen Hälfte festnageln und begann erste giftige Angriffe auszuführen. Die Winterthurer Defensive hielt dem Ansturm tapfer stand, aus ihrer misslichen Lage befreien konnte man sich jedoch nicht. Ob den Würenlosern im Angesicht ihrer offensichtlichen Dominanz die letzte Abgeklärtheit fehlte oder ob doch manch ein Spieler an der letzten Begegnung haderte, man weiss es nicht. Unter dem Strich gelang dem RC Würenlos nur ein verwandelter Penalty in dieser langen Druckphase, sicherlich zu wenig und jeder war sich um die Gefährlichkeit der Hausherren bewusst. Die Winterthurer fanden zur Halbzeit besser ins Spiel, die Würenloser Trylinie sichteten sie aber weiterhin nur aus beträchtlicher Entfernung. Als nach einem wuchtigen Gedränge an der 5-Meter-Linie der Ball zum listigen Würenloser Gedrängehalb Brian Jensen prallte, gelang es ihm mit grandioser Reflexbewegung seine Gegner abzuschütteln und den Ball auf die Linie zu platzieren. Der Spielstand präsentierte sich neu mit 0 – 10 für den Aargauer RCW. Anschliessend begann eine regelrechte Orgie an technischen Fehlern und Missverständnissen, die Gedrängeformation konnte sich wahrlich nicht über fehlenden Körperkontakt beschweren! Beide Teams übertrafen sich schier selbst mit Handlingfehlern, Referee Stefan Gisler schien die Puste eher von übermässiger Pfeifenaktivität auszugehen als von Sprints auf dem Spielfeld!

    Winterthur konnte gegen Ende der Begegnung nach einem kurzen spielerischen Aufblühen einen Try markieren, was zwischenzeitlich Spannung versprach. Die Würenloser hatten jedoch weiterhin das Geschehen im Griff und erhöhten mittels weiterem Penalty auf 5 – 13, was schlussendlich den Sieg bedeutete.

    Endstand: RC Winterthur 5 – 13 RC Würenlos

    Der RC Würenlos bedankt sich beim Referee für die Spielleitung und bei Winterthur für den fair geführten Match und die Gastfreundschaft.

    Man of the Match: Martin Weisshaupt
    Tackler of the Match: Corry de Wit
    Best Performance Trophy: Oliver Wolf

    Tries: Brian Jensen
    Conversion: Matthias Kerker,
    Penalties: Matthias Kerker (2)

    Rugby Club Würenlos: 1 Martin Weisshaupt, 2 Davide Mancina, 3 Oliver Wolf, 4 Marco Di Giacomo, 5 Thomas Sommer, 6 Corrie de Wit, 7 Hannes Merker, 8 Roman Suter, 9 Brian Jensen, 10 David Schwizer (C), 11 Joel Brühlmann, 12 Matthias Kerker, 13 Jeremy To’a, 14 Manuel Hernández, 15 Tobias Fumasoli, 16 Timon Inderbitzin, 17 Chris, 18 Arnaud Koenig, 19 Wim van der Merwe, 20 Jan Podzorski, 21 Nicolas Schaffner, 22 Elias Keller, Clive Colbert (Head-Coach), Ann de Wit (Medic)

    RC Würenlos vs RC Bern – 22:31

    18.10.2014 in Bern

    Bern gegen Würenlos, ein Duell welches getränkt mit Emotionen ist wie kaum eine andere Begegnung in der Deutschschweizer Rugbyszene. Seit über 20 Jahren wird diese Affiche ausgetragen, jederzeit knüppelhart und kompromisslos geführt, in der Schweizer Liga, oder auch an den nationalen Sevens-Turnieren, gerne auch mit Bier in der Hand und Schalk im Munde. Bern, die Hauptstädter, mit stetig sinngemäss bärenstarkem Kader und mindestens ebenso hohen Eigenerwartungen, die Würenloser aus der Provinz, ein kleiner Verein mit grossem Kämpferherz.

    Das bevorstehende Spiel an diesem schönen Spätsommertag hatte es sicherlich besonders in sich. Die Berner bisher nur von Leader Lausanne besiegt, gegen ein gerade aufgestiegenes Würenlos, welches bisher einige gestandene NLB Equipen schlagen konnte. Diese Vorzeichen spiegelten sich sogleich in den ersten Minuten des Spiels wieder. Der RCW trumpfte von Beginn weg gross auf, ein Ass folgte dem nächsten, man konnte das wohl leicht irritierte Bern in der ersten Halbzeit weitgehenst dominieren und buchte zur Halbzeit einen Vorsprung von 10 Punkten.

    Nach der Pause dann trat die Berner Heimmannschaft deutlich stärker auf. Besonders die starken Ballträger #8 und #12 konnten von den Würenlosern nur mit Mühe gestoppt werden, auch ihr Spielmacher zeigte sich überaus variantenreich und jederzeit brandgefährlich. Aus Würenloser-Sicht war ärgerlicherweise zu bemerken, dass die Berner das Spiel drehen konnten und kurz vor Schluss mit 26 zu 17 in Führung lagen. Wer jedoch an eine entschiedene Partie glaubte wurde eines besseren belehrt. Die RCW-Angriffe wurden intensiviert und man spürte leidenschaftlichen Siegeswille. Als ca. 5 Minuten vor Schluss in der Nähe der Berner Try-Zone ein Würenloser Line-out anstand, war nochmals Spannung geboten. Wie am Schnürchen wurde der ovale Ball von Hand zu Hand gereicht und landete schliesslich unwiderstehlich und mit kämpferischem Gebrüll untermalt auf der Berner Linie. Alles war wieder offen und die Punkte für die Würenloser greifbar nahe. Sicherlich hätten beide Teams an diesem Tag den Sieg verdient, die Berner zeigten sich jedoch ein Quäntchen abgeklärten und konnten in letzter Sekunde den erlösenden Try erzielen.

    Endstand: RC Bern 31 – 22 RC Würenlos

    Der RCW bedankt sich beim Referee für die Spielleitung und bei Bern für den fair geführten Match und die Gastfreundschaft.

    Man of the Match: Roman Suter
    Tackler of the Match: Jeremy To’a
    Best Performance Trophy: Marco Di Giacomo

    Tries: Jeremy To’a, Manuel Herñandez (2),
    Conversion: Nik Notter (2), Penalty: Nik Notter

    Rugby Club Würenlos: 1 Martin Weisshaupt, 2 Davide Mancina, 3 Alan Brice, 4 Marco Di Giacomo, 5 Wim van der Merwe, 6 Corrie de Wit, 7 Hannes Merker, 8 Roman Suter, 9 Nik Notter, 10 David Schwizer (C), 11 Joel Brühlmann, 12 Matthias Kerker, 13 Jeremy To’a, 14 Manuel Herñandez, 15 David Wheeler, 16 Timon Inderbitzin, 17 David Wiedemeier, 18 Oliver Wolf, 19 Samuel Villiger, 20 Jan Podzorski, 21 Brian Jensen, 22 Alaric Wanner, Clive Colbert (Head-Coach), Ann de Wit (Medic)

  • RC Würenlos vs Stade Lausanne – 21:24

    12.10.2014 in Würenlos

    Vierzehn Punkte aus 5 Spielen, ein solider Saisonstart, welcher die Akteure des Rugbyclub Würenlos hier in der NLB hingelegt haben. Lob kommt von allen Seiten, man könnte fast meinen, es ist ihnen ein wenig unangenehm – denn der RCW ist auf nationaler Ebene eher als „Underdog“ bekannt. Ein sympatischer kleiner Provinzclub, der jedoch mit bemerkenswertem Einsatz und Herzblut auf dem Platz agiert und auch neben dem Spielfeld den Rugbyspirit hoch leben lässt. Nach Siegen gegen Luzern, Chaux-de-Fonds und Monthey kann sich der RCW in dieser Nationalliga B aber nur noch schwierig hinter dem Aussenseiter-Image verstecken.

    Ohne Probleme funktionierte diese Affiche jedoch an jenem Sonntag mitten im Oktober, als Stade Lausanne nach Würenlos anreiste. Der Traditionsclub und letztjähriger Absteiger der höchsten Schweizer Spielklasse hatte bislang die Liga nach belieben dominiert und alle weiteren Titelaspiranten klar in die Schranken gewiesen. Ob die mächtigen Spieler vom Genfersee dieses Spiel auf die leichte Schulter nahmen, ist nicht erwiesen. Klar war jedoch kurz nach Spielbeginn, leichte Schultern waren hier ungesehen. Das Heimteam trat rabiat und angriffslustig auf. Lausanne, wohl etwas überrascht, war nicht in der Lage das Spiel zu diktieren. Der gleich zu beginn enorm stark auftretende Spielmacher der Westschweizer versenkte jedoch rasch zwei Penalties aus anspruchsvoller Position. Als Antwort servierten die Platzherren nicht weniger als einen Try, welcher vom Würenloser Kickspezi auf 7 – 6 erhöht wurde. Auch weiterhin sah keiner der Anwesenden auf dem Würenloser Ländli markante Unterschiede zwischen den beiden Teams, geschweige denn einen Klassenunterschied. Es war ein harter Fight, was sich hier abspielte. Besonders als jeweils das 150-Kilo-Monster der Lausanner den Ball zwischen seine Pranken nahm, ging ein Raunen durch die einheimische Fankurve. Einige, an der Stoppung dieses Fleischberges beteiligten Würenloser, beschrieben später das Zusammentreffen/-prallen als eher kuschlig, vielleicht mit einem elefantösen, mennschlichen Tacklebag zu vergleichen. Der Berichterstatter kann jedoch bestätigen, dass diese Aussagen stets aus reichlich mit Bier benetzten Kehlen stammten. Nichts desto trotz konnten die Romands den Score um Spielmitte etwas erhöhen. Die Würenloser jedoch liessen die Gäste jederzeit spüren, dass diese Sache noch nicht gegessen war. Als kurz vor Schluss der RCW Akteur Marco Di Giacomo drei Lausanner abschmettern konnte und seinen ersten Try überhaupt legte, war wieder mächtig Stimmung in der Bude. Was leider nicht gelang, war, diesen Match noch zu gewinnen. Das bemerkenswerte an diesem Tag war aber sicherlich die Leistung des Rugby Club Würenlos. Mit hauchdünnem Vorsprung gewann Stade Lausanne die Partie und reiste mit einem flauen Gefühl nach Hause. In bislang vier Spielen kassierten Sie nur gerade 3 Gegentries. genau die selbe Anzahl drückte ihnen der NLC-Aufsteiger an diesem Tag auf die Nase.

    Endstand: RC Würenlos 21 – 24 Stade Lausanne

    Der RCW bedankt sich beim Referee für die Spielleitung, bei Lausanne für den fair geführten Match und ALLEN HELFERN UND ZUSCHAUERN FÜR DIE TOLLE UNTERSTÜTZUNG AM SPIELFELDRAND ! !

    Man of the Match: Alan Brice
    Tackler of the Match: Cory de Wit
    Best Performance Trophy: Manuel Hernàndez
    Tries: Jeremy To‘a, Manuel Hernàndez, Marco Di Giacomo
    Conversions: Matthias Kerker (3)

    Rugby Club Würenlos: 1 Martin Weisshaupt, 2 Davide Mancina, 3 Alan Brice, 4 Marco Di Giacomo, 5 Thomas Sommer, 6 Corry de Wit, 7Djibril Schmed, 8 Roman Suter, 9 Brian Jensen, 10 David Schwizer (C), 11 David Wheeler, 12 Matthias Kerker, 13 Jeremy To’a, 14 Manuel Hernàndez, 15 Lorenz Diebold, 16 Timon Inderbitzin, 17 David Wiedemeier, 18 Oliver Wolf, 19 Joel Brühlmann, 20 Arnaud Koenig, 21 Alaric Wanner, 22 Nicolas Schaffner, Clive Colbert (Coach), Ann de Wit (Medic)

    RC Würenlos vs OC Monthey – 26:17

    28.09.2014 in Würenlos

    23 zu 0 zeigte die Würenloser Spielanzeigetafel an, eine Halbzeit war gespielt und die Zuschauer jubelten der heimischen Equipe freudig zu. Es herrschte wie so oft in den vergangenen Monaten eine ausgelassene Stimmung auf der Ländli-Wiese.

    Dem ungeübten Betrachter wäre wohl mit dem Hintergrund der vergangenen Dauer-Sieges-Saison nichts ausserordentliches aufgefallen. Der Rugby-Experte hingegen rieb sich verwundert die Augen. Denn der heutige Kontrahent war nicht irgendeine Gurkentruppe, auf dem Platz stand Ovalie Chablaisienne Monthey, eine Rugbyinstituation aus dem Wallis, in den letzten Jahren stets im oberen Klassement der NLB klassiert! Was war geschehen? Der Rugby Club Würenlos zeigte sich in dieser ersten Halbzeit schlicht in einer beneidenswerten Verfassung und war in der Lage, den Gegner dauerhaft unter Druck zu setzen. Gleichzeitig punkteten die Einheimischen regelmässig, 2 Tries und diverse Penaltykicks wurden erzielt.

    Wohl konnten die verdutzten Welschschweizer diesen Schock erst in der 5-minütigen Halbzeitpause verarbeiten. Denn deutlich stärker traten sie bei Wiederanpfiff auf. Verloren scheinende Matches aufgeben, dies ist in der Rugbywelt verpönt, und dies schien sogar bis ins hinterste Walliser Seitental gedrungen zu sein.

    Die Einwechslung eines an einen nordamerikanischen Grizzlybär erinnernden 1.-Reihespieler auf Seiten der Walliser sowie die bei den Würenloser langsam eintretende Erschöpfung waren die Gründe, dass der OCM nun immer mehr Gedränge und somit Ballbesitzanteile gewinnen konnte. Man erkannte das Potential dieser Mannschaft nun deutlich, trotz an sich solider Verteidigungsarbeit der Würenloser durchbrachen mehrere Walliser die Linien und vermochten es auch zu scoren. Was in der ersten Halbzeit noch sehr eindeutig erschien, entwickelte sich nun zu einem hochspannenden Krimi. Die erstarkten Walliser euphorisierten sich bei jedem Punkt mehr und mehr, die taumelnde Heimmannschaft sah sich mit einer Niederlage konfrontiert und wusste, in den letzten Minuten ist eine enorme Teamleistung gefragt.

    Nun, diese Geschichte behielt für den Rugby Club Würenlos ein Happy End vor, mit vereinten Kräften gelang es diesen Helden, angeschlagen und trotz Unterzahl den mächtigen Gegner zu neutralisieren und sich den Sieg zu sichern.

    Endstand: RC Würenlos 26 – 17 OC Monthey

    Der RCW bedankt sich beim Referee für die Spielleitung, bei Monthey für den fair geführten Match und ALLEN HELFERN UND ZUSCHAUERN FÜR DIE TOLLE UNTERSTÜTZUNG AM SPIELFELDRAND ! !

    Man of the Match: Nik Notter
    Tackler of the Match: Benoit de Lussy
    Best Performance Trophy: Martin Weisshaupt

    Tries: David, Wheeler, Matthias Kerker
    Conversions: Nik Notter (2) Penalties: Nik Notter (4)

    Rugby Club Würenlos: 1 Martin Weisshaupt, 2 Davide Mancina, 3 Alan Brice, 4 Marco Di Giacomo, 5 Thomas Sommer, 6 Corry de Wit, 7 Jan Podzorski, 8 Roman Suter, 9 Nik Notter, 10 David Schwizer (C), 11 David Wheeler, 12 Matthias Kerker, 13 Jeremy To’a, 14 Manuel Hernàndez, 15 Benoit de Lussy, 16 Oliver Wolf, 17 Sven Rappo, 18 Arnaud Koenig, 19 Djibril Schmed, 20 Elias Keller, 21 Alaric Wanner, Wim van der Merwe (back up Coach)