• RC Würenlos 16 – 10 RC Winterthur

    13.9.2015 in Würenlos

     

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    Würenlos gegen Winterthur – ein Duell welches aus geschichtlicher Hinsicht noch keine grosse Vergangenheit aufweist. Der gemeinsame Anfangsbuchstabe „W“ jedoch macht hier sicherlich ein paar Jahre Rivalität wett. Nicht weiter verwunderlich, dass beide Mannschaften von sich behaupten wollen, der dominierende RCW im Lande zu sein!

    Günstig hierzu ist, dass die beiden Mannschaften in der letzten Zeit immer wieder aufeinander trafen, wie auch an jenem herbstlichen Sonntag in Würenlos. Beide Mannschaften mit einer Niederlage in die neue NLB Elite Saison gestartet, wollten natürlich hier unmissverständlich den Sieg für sich beanspruchen.

    Dementsprechend giftig war der Start ins Spiel – wonach Würenlos sicherlich mehr Spielanteile zu verzeichnen hatte. Einige Regelverstösse der Winterthurer gaben dem Aargauer Kickspezialist früh die Chance, seine berüchtigte Kaltblütigkeit unter Beweis zu stellen. Seinem Ruf entsprechend, stand es dann bald 9 – 0 auf der Resultatanzeige!

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    Das Geschehen in der ersten Halbzeit war geprägt von der zu erwartenden Härte auf beiden Seiten. Die Disziplin der Heimmannschaft war im Gegensatz zum Eröffnungsspiel in Genf tadellos – dementsprechend lobende Worte richtete Coach Clive Colbert zur Pause an sein Team.

    Kurz nach der Pause dann ein Aussetzer der Heimmannschaft. Ein verkürztes Line-Out der Winterthurer wurde von dessen gleichermassen erfahrenen wie auch abgebrühtem Daulako „Dee“ Vakamoce genutzt, um die Verteidigungslinie zu durchbrechen und seinem jungen Mitspieler den Pass zum Try zu reichen.

    9 zu 7 – plötzlich wieder alles offen. Aber die Würenloser liessen sich so schnell nicht einschüchtern und kämpften weiterhin hart und starteten mutige Angriffe gegen die Winterthurer Try-Linie. Die Defensive der Gastmannschaft hielt dem lange Stand, bis das heimische Urgestein Urs Hoessly letztendlich den Ball in die begehrte Zone wuchtete.

    Kurz vor Schluss herrschte dann nochmals Spannung auf der Ländliwiese, da die Winterthurer mit zwei verwandelten Penalties dem Sieg bedrohlich nahe kamen. Einen weiteren Try liess man jedoch nicht mehr zu – der erste Würenloser Sieg in der Saison 2015 / 2016 war Realität.

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    Endstand: RC Würenlos 16 – 10 RC Winterthur

    Der RCW bedankt sich beim Referee für die Spielleitung, bei Winterthur für den fair geführten Match und ALLEN HELFERN UND ZUSCHAUERN FÜR DIE TOLLE UNTERSTÜTZUNG AM SPIELFELDRAND ! !

    Man of the Match: Andreas Buri

    Tackler of the Match: Urs Hoessly

    Best Performance Trophy: Nik Notter

     

    Try: Urs Hoessly

    Penalties: Nik Notter (3)

    Conversation: Andreas Buri

     

    Rugby Club Würenlos: 1 Martin Weisshaupt, 2 Davide Mancina, 3 Alan Brice, 4 Dano Indermaur, 5 Thomas Sommer, 6 Corrie de Wit, 7 Jan Podzorski, 8 Roman Suter ©, 9 Nik Notter, 10 Andreas Buri, 11 Luc Bachmann, 12 Urs Hoessly, 13 Benoit de Lussy, 14 Simon Greder, 15 David Wheeler, 16 Timon Inderbitzin, 17 Oliver Wolf, 18 Nicolas Maloberti, 19 Ryan Sanders, Clive Colbert (Head-Coach), Wim van der Merwe (Scrum-Coach), Ann de Wit (Medic)

     

  • RC CERN – RC Würenlos 15 – 5

     

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    5.9.2015 in St. Genis nahe Genf

    Anno 1960, vor genau 55 Jahren, startete der junge Cassius Clay in Rom mit Olympischem Gold seine Weltkarriere im Profiboxen. Zur gleichen Zeit, fanden sich in Genf einige Forscher des CERN (Conseil Européen pour la Recherche Nucléaire) zusammen und beschlossen fortan sich in der Freizeit der in der Schweiz noch vollkommen unbekannten Sportart Rugby hinzugeben. Daraus ergab sich der heute älteste und neben Hermance RRC erfolgreichste Schweizer Rugby Club !

    Nach einer schwierigen Saison 2014-2015 und vielen gewichtigen Spieler-Abgängen, fand sich der 10-fache Schweizermeister und 7-fache Cupsieger heuer in der zweithöchsten Liga wieder. Der Kontrahent an jenem kühlen Spätsommertag in St. Genis nahe dem Forschungszentrum war der RC Würenlos. Sicherlich mit weniger Trophaen in der Vitrine, deutlich kürzerer Vereinsgeschichte, jedoch aber sicherlich mit einem ähnlichen Anspruch an das Hochhalten der Rugby-Traditionen, reiste das Aargauer Fanionteam mit bequemen Reisecar in den äussersten Zipfel der Westschweiz. Dort angekommen, war sicher auch dem Letzten klar, hier nicht auf eine Ansammlung Daniel Düsentriebs in kurzen Hosen zu stossen, sondern auf eine respekteinflössende Mannschaft mit internationalem Flair.

    Das Aufgebot der Würenloser Mannschaft war vorsichtig formuliert leicht unterbesetzt. Fehlten der 1. Mannschaft an diesem Tag doch einige Stammspieler, welche Verletzungs- / Urlaubshalber oder aus diversen Gründen nicht antreten konnten. Wie schon oft an einer solchen Stelle sei zu Recht erwähnt, dass in dieser härtesten aller Mannschaftssportarten weder Vorschusslorbeeren und schon gar keine Entschuldigungen geduldet werden. Der Würenloser Headcoach Clive Colbert hatte dann auch eine schlagkräftige Equipe, bestehend aus einigen Debütanten, aufstrebenden Talenten und Stammkräften aufs Matchblatt gezaubert.

    Dies musste nach Anpfiff der Partie die legendäre Mannschaft des Rugby Club CERN wohl gleich gespürt haben. Denn die Gäste aus dem Mittelland setzten die Favoriten zu Beginn heftig unter Druck. Mehrere Minuten setzte CERN keinen Fuss in die Würenloser Spielhälfte, leider wurde die furiose Startphase des RCW nicht mit Punkten belohnt.

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    Bemerkenswert sicherlich ein solides Würenloser Gedränge, ein stark Kickender junger Fly-Half sowie die Center-Positionen, welche mit dem unverwüstlichen Vereinsgründer Urs Hoessly und Stamm-Hooker Davide Mancina den internationalen Gegenspieler keinen Millimeter schenkten und sie beeindruckend zu neutralisieren vermochten.

    Eine hervorragend herausgespielte Überzahlsituation der Genfer führte dann noch vor der Halbzeit nahe der Seitenlinie zum ersten Versuch. Ein zweiter Durchstoss, diesmal vom CERN-Gedränge mit tadelloser Mauling-Technik vorgetragen, sicherte den Platzherren weiteren Vorsprung, auch wenn dies angesichts der Vorzeichen merkwürdig klingen mag – etwas entgegen dem Spielverlauf!

    Doch die Würenloser Equipe verlor den Glauben an die eigene Stärke niemals. Allen voran der wendige Fullback David Wheeler, der nach zirka 50 gespielten Minuten ein unmissverständliches Zeichen setzte. Weit in der eigenen Platzhälfte startete er zu seinem wohl bemerkenswertesten Versuch bislang, an 6…7… oder gar 8 Gegenspieler zischte er vorbei zum vielumjubelnden ersten Try…..manch einer der CERN-Spieler dürfte hier dem wahrhaftigen Teilchenbeschleuniger begegnet sein!!

    Für Würenlos war nun plötzlich wieder alles möglich, einen Sieg hätte man aus diesem Spiel bestimmt nicht gestohlen. Es muss dann jedoch erwähnt werden, dass der RCW in Sachen Disziplin und Selbstbeherrschung keine Bestleistung an den Tag gelegt hat. Mehrere für Würenlos zugesprochene Penalties wurden vom Schiedsrichter aufgrund unnötiger Kommentare von unberechtigten Spielern dem Gegner vergolten. Nebst zahlreichen Nerven des Coaches und des Würenloser Captains hat das Team sicherlich hiermit eine grössere Chance auf einen Sieg gegen diese legendäre Genfer Manschaft gekostet.

    Zweifelsohne war dieser Auftritt in Genf kein schlechter Start in die Saison. Mit weiterhin viel Commitment, Trainings-Einsatz und Hingabe wird diese Würenloser Mannschaft noch für einige dieser hochkarätigen NLB-Teams zum Stolperstein!

    Endstand: Rugby Club CERN 15 – 5 RC Würenlos

    Der RCW bedankt sich beim Referee für die Spielleitung, beim Rugby Club CERN für den fair geführten Match und die herausragende Gastfreundschaft. Wir freuen uns, den Rugby Club CERN noch in diesem November für eine Revange in Würenlos begrüssen zu dürfen.

    Try: David Wheeler

    Man of the Match: Martin Weisshaupt

    Tackler of the Match: Dano Indermaur

    Best Performance Trophy: Davide Mancina

     

    Rugby Club Würenlos: 1 Martin Weisshaupt, 2 Tobias Bertschi, 3 Chris Walenta, 4 Nicolas Maloberti, 5 Dano Indermaur, 6 Cory de Wit, 7 Jan Podzorski, 8 Roman Suter ©, 9 Lorenz Diebold, 10 Andreas Buri, 11 Simon Greder, 12 Urs Hoessly, 13 Davide Mancina, 14 Luc Bachmann, 15 David Wheeler, 16 Timon Inderbitzin, 17 Fabio Mercorella, 18 Cornelius Torkuhl, Clive Colbert (Coach), Ann de Wit (Medic)