• Rugby Club Biel Bienne 5 – 20 Rugby Club Würenlos

    Angestachelt durch die Niederlage im ersten Saisonspiel gegen Biel fuhr die Würenloser Mannschaft nach Biel. Wiedergutmachung war angesagt.

     

    Mit der letzten Ansprache der Coaches wurden 3 Tries vor der Halbzeitpause gefordert. Dementsprechend starteten die Würenloser aggressiv ins Spiel. Wie auch schon in den letzten Spielen konnten die Würenloser die Gedränge für sich entscheiden und ihrer Backline so helfen die Gegner mit gekonnten Ballstafetten unter Druck zu setzen.

     

    Tief im 22er der Bieler noch ein Scrum. Wie eine gut geölte Maschine konnte der Würenloser Scrum den Ball für sich holen. Dank der starken Leistung der heutigen Nr. 9 Simon Michel konnte der Ball zur Backline gepasst werden und der erste Try durch einen überzeugenden Lauf von Joel Brühlmann für Würenlos markiert werden.

     

    Auch der 2te Try liess nicht lange auf sich warten. Mit perfekt ausgeführter Spieltaktik wurde der Ball bis zur Seitenlinie getragen. Der leichtfüssige Fullback Dave Wheeler konnte einigen Gegnern ausgeweichen und anschliessend den Ball im Malfeld ablegen.

     

    Durch einen Regelverstoss musste das Würenloser Gedränge vor der Pause dann in Unterzahl spielen. Wie schon so oft kamen die Vorzüge der Geier aus Würenlos zum Vorschein und Sie lieferten

    Biel auch zu vierzehnt einen erbitterten Kampf!

     

    Als die zweite Halbzeit startete, wurden die Würenloser wie auch schon in einigen Momenten der ersten Halbzeit zunehmend chaotisch. Die Bieler nutzten dies gekonnt aus und spielten sich mit einer wunderbaren Ballstafette durch die Ränge der Würenloser und markierte ein Try für sich.

     

    Mit den Zurufen des heutigen Captains Mike Colbert wurde jedoch schnell wieder Strukturen in das Spiel der Würenloser zurückgebracht. Der Zweitreihespieler Dano Indermaur konnte mit starken Läufen überzeugen und so fanden sich die Würenloser plötzlich wieder tief in der 22er-Zone der Gegner. Nach einigen Phasen gelang es den Würenloser Gedrängespieler Cory de Wit und Martin Weisshaupt die Verteidigung zu durchbrechen und so den 3ten Try für sich zu markieren.

     

    Das Spiel war jedoch nicht zu Ende und so musste weiter gekämpft werden. Beide Mannschaften setzten alles daran, soweit es ging nach vorne zu kommen. Nach erneutem Scrum 10 Meter vor der Bieler Tryline setzten die Würenloser nochmals alles in Gange. Die Gedrängespieler dominierten ihre Kontrahenten und mit einem wunderbaren Lauf konnte aus der Backline ein Try von Julian Döbbeling und somit auch der Bonuspunkt für Würenlos erzielt werden.

     

    Der RCW bedankt sich beim Referee für die Spielleitung und bei Biel für den fair geführten Match und die Gastfreundschaft. Ein besonderer Dank geht auch an unsere Zuschauer, welche längere und kürzere Distanzen zurückgelegt haben als wir.

     

    Man of the Match: Dano Indermaur

    Tackler of the Match: Simon Greder

    Best Performance Trophy: Rui Veloso

    Tries: Joel Brühlmann, Dave Wheeler, Cory de Wit, Julian Döbbeling

     

    Spieler: 1. Roman Irniger, 2. Timon Interbitzin, 3. Luigi Orlando, 4. Dave Widermeier, 5. Dano Indermaur, 6. Urs Hoessly, 7. Martin Weisshaupt, 8. Cory de Wit, 9. Simon Michel, 10. Stefan Gilli, 11. Rui Veloso, 12. Joel Brühlmann, 13. Mike Colbert ©, 14. Simon Greder, 15. Dave Wheeler, 18. Sven Rappo, 19. Chregi Glatthard, 21. Julian Döbbeling, 22. Michael Madzimba

    Coach: Clive Colbert, Assistant Coach: Dermot Hastings, Medic: Ann de Wit

     

    RC Würenlos 25 – 7 RFC Bishops St. Gallen

    30.04.2017 in Würenlos

     

    Es gibt in der jüngeren Würenloser Rugbyhistorie kaum ein Duell, welches mit ähnlich viel Härte und Intensivität geführt wurden wie diejenigen gegen St. Gallen. Beide Teams spielen seit Jahren auf Augenhöhe und tummeln sich zwischen den Ligen NLB und NLC. Zuletzt im Herbst 2016, setzte es eine bittere Niederlage in der Gallusstadt ab, als das Würenloser Fanionteam in einem epischen Abnützungskampf dem Heimteam mit einem Punkt Differenz unterlag.

     

    Mit ordentlich Revanchegelüsten trat die Würenloser Mannschaft nun zum Rückspiel an. Da kurzerhand einige Stammspieler abwesend oder verletzungsbedingt ausfielen, hat sich die Aufstellung insbesondere des „Tight-Five“ (Gedrängespieler #1 bis #5, tragen die Hauptlast im Scrum) komplett verändert. Nichtsdestotrotz konnte Kapitän David Schwizer ein sehr schlagkräftiges Team auf den Platz führen.

    Gleich zu Beginn waren es die Platzherren, welche die Ostschweizer Kontrahenten in ihrer Hälfte festschnüren konnten. Bereits früh bewies der RCW-Kickspezialist Nicolas Schaffner Nervenstärke, indem er zwei Penalties verwertete und somit für sein Team ein kleines Startpolster aufbaute.

     

    Der Würenloser Fullback David Wheeler war es dann, der einer seiner sehenswerten Husarenritte aufführte. Keiner der bereitstehenden St. Galler „Bischöfe“ konnte diesen Wheeler packen, ähnlich wie damals, als der sagenumwobene Sachsenkönig Widukind, einst vor der erzwungenen Taufe floh. Zum Glück für den RCW war er dann – der Sage abweichender weise – schlussendlich erfolgreich, das Würenloser Score wuchs an!

     

    Die zusammengewürfelten Würenloser Gedrängespieler waren an diesem Tag stark engagiert. Das mächtige und gut eingeübte St. Galler Pick&go wurde jeweils mit vereinten Kräften gestoppt, es kam kaum zu nennenswerten Raumgewinn der Gegner.

     

    Auch im Scrum war dies eine ausgeglichene Affiche, weitgehendst neutralisierten sich die acht zum Paket gebundenen Männern gegenseitig. Sicherlich ein etwas merkwürdiger Anblick für die zahlreichen RCW-Fans an der Seitenlinie, hatten sie doch in diesem Jahr 2017 jeweils eine heftige Überlegenheit feiern können.

     

     

    Noch mehr Tribut musste im Line-out gezollt werden. In den beiden vergangenen Spielen drückend überlegen, konnten viele gegnerische Einwürfe geklaut werden. An diesem Tag war das praktisch nie der Fall. Die Kombinationen der St. Galler waren offensichtlich top eingeübt und auf beachtlichem technischem Niveau, was es für die Abwehr fast unmöglich macht gegnerische Bälle zu „klauen“.

     

     

    Ein deutliches Zeichen des starken Bishops-Lineout-Kombination folgte noch vor der Halbzeitpause. Nahe der Würenloser Mal-Zone wurden die Würenloser geschickt überlistet, der wuchtige Ostschweizer blind-side-Flanker (#6) brach mit Ball in der Hand mitten durch die Abwehrreihen auf die rettende Linie.

     

     

    Die passende Antwort hatte dann der pfeilschnelle Andi Buri: ein Spurt über 70 Meter und mindestens drei durchbrochene Tacklings schockte die Bishops-Abwehr und entzückte das Publikum. Es schien, dass nun der Widerstand allmählich zu brechen begann. Auch wenn die Gastmannschaft genügend Spielanteile zu verzeichnen hatten, wirklich zählbares resultierte nicht mehr. Vorstösse wurden von der Würenloser Hintermannschaft zugrunde getackelt und neutralisiert.

     

     

    Als der RCW eine Serie technischer Fehler mit einer „weissen Karte“ (10 Minuten Unterzahl) bezahlen musste, war plötzlich eine gefährliche Wendung möglich. Niemand im Würenloser Rugbyshirt war jedoch derart töricht, diese St. Galler Mannschaft abzuschreiben, sondern die 15 Herren in rot-blau legten gar noch „eine Schippe drauf“. Der wendige Flügelsprinter Manuel Hernandez konnte eine herrliche Ballstafette mit einem erlösenden Try abschliessen.

     

     

     

    Endstand: RC Würenlos 25 – 7 RFC Bishops St. Gallen

     

    Der RCW bedankt sich beim Referee für die Spielleitung, beim RFC St. Gallen für den äusserst fair geführten Match und ALLEN HELFERN UND ZUSCHAUERN FÜR DIE TOLLE UNTERSTÜTZUNG AM SPIELFELDRAND ! !

     

    Man of the Match: Andi Buri

    Tackler of the Match: Manuel Hernandez

    Best Performance Trophy: Olivier Gröninger

     

    Tries: David Wheeler, Andi Buri, Manuel Hernandez

    Conversion: Nicolas Schaffner (2)

    Penalties: Nicolas Schaffner (2)

     

     

    Rugby Club Würenlos: 1 Roman Irniger, 2 Timon Inderbitzin, 3 Steven Blondin, 4 Marco Di Giacomo, 5 Dano Indermaur, 6 Cory de Wit, 7 Olivier Gröninger, 8 Roman Suter, 9 Nicolas Schaffner, 10 Andreas Buri, 11 Dimitri Rüegg, 12 David Schwizer ©, 13 Mike Colbert, 14 Manuel Hernandez, 15 David Wheeler, 16 Urs Hoessly, 17 Sven Rappo, 18 Roman Dubi, 19 Alaric Wanner, 20 Simon Michel, 21 Benoit de Lussy, 22 Christian Roth, Clive Colbert (Head-Coach), Dermont Hastings (Assistenz-Coach), Natascha Inderbitzin (Medic), Davide Mancina, Jan Podzorski, Pascal Savare (on&off-Field Support), Martin Schwizer (Fotograf)